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Der Turm auf dem Hügel aus Gradinari

Veröffentlicht in Ländern2 Kommentare

Letztes Jahr im Sommer ist uns auf dem Weg nach Oravita der Turm aus Gradinari das erste Mal aufgefallen. Wir sind vor kurzem wieder hingefahren um die Geschichte dieses Turmes herauszufinden. Der Turm ist ungefähr 300 Jahre alt und gehörte zu der Kirche in Cacova.

Das Dorf Cacova und die alten Bewohner aus Gradinari

Der Ort Gradinari war früher unter dem Namen Cacova bekannt (ungarisch Kákófalva – Nagykákova – Kákova, deutsch Gros Kakowa, Kakow).Es gibt keine Spuren aus dem Mittelalter oder aus der Zeit der türkischen Besetzung. Die erste urkundliche Erwähnung gab es erst unter der Besetzung des habsburgischen Königreichs, als es 1723 auf der Karte von Mercy aufscheint. Zu der Zeit hat es zum Kreis Varset gehört.1)Nicolae IlieşuMonografia istorică a Banatului: Judeţul Caraş, Editura Mica Valahie, 2011

Auf dem Hügel befanden sich neben dem Turm nur vereinzelt ein Paar Häuser die im Banat „colibe“ genannt wurden. Das Volk war größtenteils walachischer und orthodoxer Abstammung. Im Jahr 1780 wird erzählt, dass viele Familien auf Grund von Hunger in das Dorf Nicolintul Mare, welches zum heutigen serbischen Teil aus Banat gehört, umgezogen.2)Nicolae IlieşuMonografia istorică a Banatului: Judeţul Caraş, Editura Mica Valahie, 2011

Auf den Karten vom 18. Und 19. Jahrhundert erscheint das Dorf an derselben Stelle wie heute und wird nach dem österreichischen Modell in geraden, senkrechten Straßen aufgeteilt. Ab dem Jahr 1855 tritt das Dorf in dem Besitz des österreich-ungarischen Gemeinschaft (StEg).Der Name Cacova bleibt bis im Jahr 1964 erhalten, bis die kommunistischen Behörden beschließen diesen in „Gradinarii“ umzuwandeln. Im Jahr 1968 wird der Name um den letzten Buchstaben gekürzt und lautet jetzt „Gradinari“.3)Grădinari (Caraş-Severin) – Enciclopedia României

Der Turm auf dem Hügel

Der Steinturm auf dem Hügel ist ein Rest aus der Kirche des Friedhofs aus Cacova. Die Bauarbeiten starteten im Jahr 1731 und dauerten bis 1779.4)Lista monumentelor istorice din judeţul Caraş-Severin 2010Wikipedia.org

Laut der Statistik von Buda aus dem Jahr 1843, gab es in Cacova 1907 Orthodoxen, 434 verheiratete Paare und 45 Schüler. Die Priester waren Alexe Bordanovici und Ioan Pincu. Im Jahr 1906 beschließen die Bewohner die Kirche abzureißen, da es im Ort eine andere gibt.

1987 beginnen mit Unterstützung des orthodoxen Biskums und des Kulturpatrimoniums aus Caransebes die Renovierungsmaßnahmen für die alte Kirche. Leider werden diese im Jahr 1989 unterbrochen.

In der Kirchgemeinde wird der alte Atartisch aus der Kirche von Cacova behalten. Der Turm befindet sich auf der Liste der historischen Denkmäler, unter dem Code „CS-II-m-B-11120“. Wie in vielen Fällen im Banat aber auch im ganzen Land befindet sich der Turm in einer sehr schlechten Lage.

Die Brücke Maria Thereza aus Gradinari

Bei der Ausfahrt aus Gradinari, in Richtung Greoni, befindet sich die türkische Brücke, die auch unter dem Namen die Brücke Maria Thereza bekannt ist. Diese wurde im 18 Jahrhundert über den Caras Fluss gebaut. So wie im Falle des Turmes hat sich die Brücke in einer Ruine verwandelt und deswegen wurde diese durch deine moderne Brücke ersetzt.

Der Meteorit der 1858 neben Cacova fiel

Am 19. Mai 1858 ist in Cacova ein Meteorit gefallen. Der Bericht von damals kündigte folgendes an: Ein großer Stein ist im Ort Cacova-Comoraste 350 Schritte von einer Schafherde gefallen. Vier Schäfer haben das auch mitbekommen. Diese fiel 8cm in den Boden und das Gras herum war verbrannt. Der älteste Schäfer, Zsurzs Csinka, hat diesen Stein aufgehoben und hätte sich dabei fast die ganze Hand verbrannt. Er hat den Stein in Oravita abgegeben. Der Graf Coronini, der militärische Guverneur von dem serbischen Ortsteil und vom Banatul Timisan zwischen 1851-1860 hat den Stein Wilhelm Haidinger übergeben. Er war der Direktor des geologischen Instituts in Wien und er hat den Stein danach an dem heutigen Museum der natürlichen Geschichte übergeben. Der Stein war kaum beschädigt und wog 580g.5)Kakowawww.nhmus.hu

Hilfreiche Informationen

Das Dorf Gradinari befindet sich im Kreis Caras-Severin, 96 Kilometer von Timisoara entfernt (siehe Karte – hier kann auch das Schloss von Banloc gesehen werden). Außerdem liegt das Dorf nur 13 Kilometer von Oravita entfernt (siehe Karte). Dort kann auch das alte Theater Mihai Eminescu, die erste Apotheke oder der alte Bahnhof besichtigt werden.


Autor: Alexandra Palconi

Deutsch Übersetzung: Mara Cirpanu, Oana Cirpanu und Miriam Bloch

Foto: Flavius Neamciuc/Cristian Sitov

Surse   [ + ]

1. Nicolae IlieşuMonografia istorică a Banatului: Judeţul Caraş, Editura Mica Valahie, 2011
2. Nicolae IlieşuMonografia istorică a Banatului: Judeţul Caraş, Editura Mica Valahie, 2011
3. Grădinari (Caraş-Severin) – Enciclopedia României
4. Lista monumentelor istorice din judeţul Caraş-Severin 2010Wikipedia.org
5. Kakowawww.nhmus.hu
2 Kommentare zu "Der Turm auf dem Hügel aus Gradinari"
  • Das alte Mihai Eminescu Theater aus Oraviţa – Prin Banat
    18 Oktober 2016 um 14:25

    […] verwandelt wurde, und man kann auch auf der wunderschönen Zuglinie Oraviţa-Anina reisen. Der Turn auf dem Hügel aus Grădinari befindet sich 13 km von hier […]

  • Die erste Bergapotheke aus Banat – Prin Banat
    18 Oktober 2016 um 18:04

    […] Oraviţa kann man auf der wunderschönen Eisenbahnstrecke Oraviţa-Anina reisen und der Turn auf dem Hügel in Grădinari ist nur 13 km von hier […]

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