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Das alte Mihai Eminescu Theater aus Oraviţa

Veröffentlicht in Geschichten3 Kommentare

In 1817, als das Banat 100 Jahre seit der Befreiung von dem Ottomanischen Reich feierte, fand in Oraviţa ein anderer historischer Moment statt: die Einweihung des alten Theaters, das erste Theatergebäude aus dem Rumänischen Gebiet.

Dazu noch wird das Theater in 1868 von dem Schriftsteller Mihai Eminescu, der sich auf einer Tournee mit der Truppe von Mihail Pascaly befand, besucht. Er kam als Souffleur und zweiter Sekretär des Direktors. Später während des kommunistischen Regimes, als die Wichtigkeit dieses Gebäudes in Betracht gezogen wurde, veränderten sie den Namen des Theaters in Teatrul Vechi Mihai Eminescu und 1957, wird es zu einem historischem Monument  deklariert (cod LMI – CS-II-m-A-11154).

Heute ist Oraviţa nicht mehr so ein Gastgeber für Theater- oder Musikstücke wie früher, aber der Direktor des  Teatrul Vechi Mihai Eminescu, prof. dr. Ionel Bota, macht alles mögliche damit die Türen, des ersten Theaters aus dem rumänischen Gebiet, für Besucher offen bleiben.

Von der Industrie für die Verarbeitung von Erz zu Theaterstücken in improvisierten Räumen

Die erste schriftliche Attestierung der Ortschaft, mit dem modernen Namen Oraviţa, ist aus 1697 in der Wehrpflicht von Marisgli, als die Ortschaft zum Distrikt Palanca gehörte. Zu 1717, gleich nach der Verjagung der Türken aus dem Banat Gebiet, war die Region Oraviţa rumänisch, wie wir aus einem Bericht, über die Möglichkeiten zur Kolonisierung der Region, verfasst von Unterleutnant Albert Kraussen, erfahren : „Oraviţa,  eine halbe Stunde von der Gemeinde Proştian,/Broşteni, heute/ ist von Walachen bewohnt und ich nehme mir vor, da diese von hier weggebracht werden können, das ich diese Ortschaft gleich mit 300 Familien besetzen kann. „1)Nicolae Ilieşiu – Monografia istorică a Banatului, Mica Valahie, Bucureşti, 2011

Der Graf Florimund de Mercy, der Gouverneur von Banat, stellt sich dem Vorschlag von Kraussen entgegen und die Rumänen aus Oraviţa werden nicht gezwungen die Ortschaft zu verlassen. Beginnend mit dem Jahr 1719 werden mehr als 450 Kolonisten aus Tirol hergebracht, um in den Minen zu arbeiten. Sie bauen ihre Häuser im Osten von Oraviţa und so entsteht die deutsche Oraviţa(oder die Montane Oraviţa). In 1722, um die Entwicklung der Erzverarbeitungsindustrie und die Handarbeit zu fördern, werden 3000-5000 Rumänen aus Oltenia und Muntenia hergebracht. Diese erhalten den Namen „bufeni“, während die Einwohner sich „frătuţi“ nannten.2)Ion Crişan – Teatrul din Oraviţa (1817-1967), Reşiţa, 1968

In diesem Rhythmus, wurde Oravita zu Ende des XVIII-ten Jahrhunderts eins der wichtigsten Ökonomischen Gebieten des Habsburgischen Reiches. Die Nachricht gelangt auch zu den professionellen Theatertruppen in Europa, weil die künstlerische Erziehung der österreichischen Minenarbeitern, die sie von zu Hause mitgebracht haben, bekannt war. So kam es, dass nach 1720, in Oraviţa Theaterstücke in improvisierten Räumen gespielt wurden, wie zu Beispiel dem Postgebäude, dem Sitz des Bergbauschatzes oder der alten beruflichen Schule.

Aussagen darüber sind zahlreich. Im Stammblatt des Magistrats aus Kudritz ist der Tod des Schauspielers  Arnold Bacher am 9 August 1763 registriert.3)Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011; cf. I. Bota, Istoria Teatrului Vechi din Oraviţa, volumul I, Reşiţa, Editura TIM, 2003; volumul II, 2005; volumul III, 2007 Dieser war nur 33 Jahre alt und war ein Teil der Truppe von Antoniu Eintrag, der nach Oraviţa zurückkehrte, als sie schon mal Stücke vorgeführt hatten. Ein anderes Theaterstück aus 1788, Graf Waltron, wird von den Offizieren eines Artillerie Regiments aus Ticvaniul Mare, auf der Bühne des Postgebäudes mit Hilfe der Dilettanten aus der Stadt, in Szene gesetzt.

Den Aufzeichnungen von Vasile Vărădeanu über den Graf Waltron, „Die Kostüme waren sehr bescheiden, denn ein Oberkanonier, ein Artillerie Sergeant, der in dem Stück die Rolle eines von Rom gesandten Katholischen Kardinals spielte, an Stelle von violetten Socken, kam er auf die Bühne mit nackten Beinen bis zum Knie, die von den Kollegen mit Karmin gefärbt wurden.4)Ion Crişan – Teatrul din Oraviţa (1817-1967), Reşiţa, 1968

Ebenfalls, zu 1793, hat der Eigentümer Perter Eirich einen permanenten Theaterraum eingerichtet in dem Protokollsaal des Hotel Coroana. Dort führten neben den Theatertruppen, die auf Tournee waren, auch der Dilettanten Klub Oraviţa auf. Dieser Klub wurde vor 1800 gegründet und dessen Mitglieder spielten eine  Rolle in der Konkretisierung des Bauvorhabens von dem ersten Theatergebäudes, aus dem heutigen rumänischen Gebiet.

Während unserem Besuch in Oraviţa hat der Direktor des Alten „Mihai Eminescu“ Theaters, prof. dr. Ionel Bota, darauf bestanden das oft die Aussagen wie“ das erste Theater“ für Verwirrung sorgen könnte. Theaterstücke wurden in improvisierten Orten nicht nur in Oraviţa aufgeführt, sondern auch in Sibiu oder Arad, lange bevor dieses erste Theatergebäude eingeweiht wurde. „Da existiert in Sibiu ein Turn, wo die Sachsen Speck räucherten. Dort wurde auch Theater gespielt, aber nur wenn es nötig war. Sie richteten eine Bühne ein und dieses war der improvisierte Spielort. Wenn ihr mal nach Arad gelangt, wird man es euch auch so berichten : dort war der Warenabstellraum des Juden Jakob Hierschl, wo Theater gespielt wurde, aber nur wenn es nötig war. Hier, wurde dieses Gebäude (das Alte Theater Mihai Eminescu) dafür errichtet.“

Eingeweiht in der Gegenwart von Kaiser Francisc I

Ein Zwischenkriegsforscher, Sim. Sam. Moldovan, beschreibt, dass das Alte Theater aus Oraviţa, heute das alte Mihai Eminescu Theater, seit 1816 existiert5)Sim. Sam. MoldovanOraviţa de altădată şi teatrul cel mai vechiu din ţară, Oraviţa, 1938, aber laut Herrn Bota steht das fertige Gebäude schon seit dem Herbst 1815.6)Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011

Das Erbauen des Gebäudes wurde von der Initiative des Dilettanten Clubs aus Oraviţa ins Leben gerufen und durch Spenden im Wert von 8622,50 Wiener Florin, von Vertretern aller Ethnien in Oraviţa, von Arbeiter und Funktionären der Stahlwerk Ferdinandsberg, Moldova Nouă, Bocşa Montană, Dognecea, Gladna, Rusca Montană, von der Bergarbeitergenossenschaft aus Oraviţa Montană, Sasca Montană, Dognecea, Moldova Nouă und Gârlişte, sowohl von der Freimaurer Loje  „Glück auf!” und „Kosmos” aus Oraviţa finanziert. Ebenfalls auf der Liste der Spender fand man Rumänen und Arumänen, wie der Propst Petru Iorgovici, Alexandra Şaguna, die Tante des zukünftigen Metropolit von Transilvanien, Ion, Costa und Dimitrie Demetroviciu und sogar Ion Niuny (Niuni), der dann auch der Architekt des Theaters wurde.7)Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011

Die Idee des Einrichtens des Theaters ist auch dem Frauen zuzuschreiben: „Die österreichischen Funktionäre waren die Personen, die Ihre Knochen ausruhen konnten oder sie warteten immer auf Überraschungen. Einmal wachte der Kaiser auf : Ah du bist in Metallurgie spezialisiert! Du nimmst deine Familie und setzt dich in diesem bestimmten Ort nieder! Und man kommt von Dort nicht mehr zurück. Und dann die Frauen aus der ersten Serie dieser ökonomischen und dann natürlich auch kultureller und spirituellen Elite, initiieren und verbreiten die Idee ein Theater aufzurichten. Weil sie sauer waren, oder? Die Männer mit ihren Sachen, aber was machen wir? Dann war natürlich auch noch die Eifersucht auf was sie in Wien ihren Freundinnen zurück gelassen hatten„, sagte prof. dr. Ionel Bota.

In 1817, als das ganze Banat 100 Jahre von der Befreiung von dem Leben unter der ottomanischen Administration feierte, bereiteten sich die Bewohner Oraviţas für die Einweihung des Theatergebäudes vor. Das große Ereignis war für den ersten Juli vorgesehen aber die Veranstaltungen verschiebten sich bis Oktober, weil man wusste dass zu dieser Zeit die kaiserliche Familie, Francisc I von Habsburg-Lorena und Carolina-Augusta von Bavarien, in dem Karasch Gebiet zu Besuch sein würden.

Anderseits wurde die Einweihung auch verschoben, weil anonyme Anklagen gegenüber dem Initiativen Komitee gebracht wurden, die behaupteten, dass das Komitee sich Geldsummen aus den Spenden für die Errichtung des Theaters in die Tasche gesteckt hätten. Diese Anklagen erreichen in Form eines Briefes den Tisch des Kaisers Francis I. Nach einer Ermittlung, die von dem Hofkonzil koordiniert wurde,  Francisc de Ulményi, stellt sich heraus, dass alles eine Lüge war.8)Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011

Die offizielle Einweihung des Altern Theaters aus Oraviţa war ein wenig außergewöhnlich. An Stelle eines Stücks werden 2 präsentiert, eins am 5ten Oktober und eins am 7 Oktober 1817. Um es nicht öffentlich zu machen und nicht zu mediatisieren, dass sie Kaiserliche Familie für das neu Theater in Oraviţa kommt, hat die kaiserliche Familie eine Reise auf der Strecke Sasca Montană und Bozovici erfunden. Alles wurde so vorbereitet, so dass die kaiserliche Delegation und andere 77 offizielle Gäste bei wenigsten einem der Stücke teilnehmen konnte, das erste von J. von Weissenthurm, und das zweite nach Fr. Ziegler.

Die kleine Kopie des Burgtheaters aus Wien

Das alte Theater Mihai Eminescu wurde auf dem Grundstück der „Goldberger Gewerkschaft” errichtet, das von der Frau des Arumänen Lhotka de Zmislov, Berater des Schatzamtes und Direktor des Montaneistischen Gerichts und ein Mitglieder des Dilettanten Clubs aus Oraviţa, gespendet wurde. Der Architekt des Theatergebäudes war auch ein Arumäne, Ion Niuny, der Schwiegersohn von Lhotoka de Zmislov, der von seinem Kollegen in Wien Ieronimus Platzger verlangte, dass er die Pläne für die Fassade und das Innere des Burgtheaters aus der Hauptstadt des Kaiserreich, kopieren sollte. Anhand Platzegers Plänen, fügt der Maler Francisc Knée Notizen, Daten, Skizzen und Projekte von dem Wiener Model inspiriert hinzu.9)Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011

Heutzutage ist das Alte Theater Mihai Eminescu aus Oraviţa einst der repräsentativsten Gebäude aus dem Montanen Banat, aus der Zeit der Ausbreitung des Wiener Barocks. Seit 1817 und bis heute hat sich die Architektur des Gebäudes nicht verändert, im Vergleich zu seinem Model, das Wiener Burgtheater, bei dem eine Reihe von Veränderungen vorgenommen wurden und das zwischen 1886-1890 geschlossen war.„Die Schlussfolgerung beweist sich selber : Die Kopie holte das Model ein, als dieses verschwand, und wurde genau das Model„, argumentiert Ionel Bota.

Das Rezept 24, Gustave Eiffel und das Theater aus Oraviţa

Zwischen 1872-1873, wird die Tragkonstruktion des Gebäudes gewechselt, da die Hauptelemente der Konstruktion bis dann nur aus Stein und Holz waren. In dieser Zeitspanne machen die Stahlhandwerker aus Reşiţa ein Experiment das ihnen gelingt: ein Rezept das als Basis Stahl, Gusseisen und Karbon hatte und als Rezept 24 in den Bücher festgehalten wird. Dies wird verwendet um die Struktur des Theaters zu härten. Später wird dieses Rezept der Stahlhandwerkern aus Reşiţa von Gustav Eiffel angefragt.

„Genau so macht er es mit dem Stahlhandwerkern aus Graz, wo die Kaiserlichen Stahlwerke existierten. Mit dem Rezept der Leute aus Graz und Reşiţa als Basis, errichtet er die Fundamente, Basisstruktur und bis zum ersten Stockwerk des Eiffelturms. Wenn ihr nach Paris gehen werdet und den Reiseführern zuhört, besonders die inoffiziellen, werden euch Graz und Reşiţa nennen. Und dann erinnert euch daran, dass dieses Theater als erstes dieses Rezept 24 verwendete.“ Den Produktionsigel kann man im Theater finden, mit dem Namen von Reşiţa auf ungarisch geschrieben, Resicza.

Im Stockwerk des Alten Theaters wurde eine Casino Halle eingerichtet, die für die Aktivität von Vereinen, Gesellschaften und Kulturveranstaltungen aus den Kreis Karasch geeignet war.  Sie wurde 1826 und zwischen 1831-1832 reorganisiert und mit Statuten in 1836-1837 dekoriert. Heute wird der Casino Saal von dem Klub Mitteleuropa verwendet um verschiedene Kulturelle Ereignisse, wie Buch Voranzeigen, Vernissagen, Ausstellungen usw., zu organisieren.

1911 wird aus unbekannten Gründen der originelle Armleuchter aus dem Vorstellungssaal, der mit einer neuen Beleuchtungsinstallation mit Acetylen 1857 dotiert wurde,  entnommen und nach Biserica Albă (Serbien) gebracht. An seiner Stelle wird ein anderer von einer Lokalen Firma montiert, aber dieser hat auch kein langes Leben, denn er wird von der Serbischen Armee bevor dem Rücktritt am dritten August 1919 mitgenommen. In 1953 wird der in Zwischenkriegszeit vorhandene Kronleuchter, dritter in der Reihe, von dem Kronleuchter den wir auch heute sehen, der von der Firma Guban aus Timisoara gespendet wurde, ersetzt.

Die Stühle aus dem Vorstellungssaal des Theaters sind die selben aus 1893, als sie, während einige Reparationen stattfanden, montiert wurden. Sie wurden mit dem persönlichen Geld von Aurel Maniu, der zu der Zeit der Abgeordnete des Wahlkreises aus Caraş-Severin,  mit dem Sitz in  Oraviţa, und des ungarischen Schriftstellers Mór Jókai, Abgeordneter des ungarischen Wahlkreises aus Caraş-Severin mit dem Sitz in Anina, montiert.

Über die Akustik, hat uns prof. dr. Ionel Bota auch erzählt, dass das Theater in Oraviţa in dem Bibiena-system gebaut wurde. „Dieses System ist eigentlich eine Art von Arbeitsgeheimnis, das von verschiedenen Gruppen die allerlei Aktivitäten im Baugewerbe vertretenen (Tischler, Zimmermänner, Maurer usw. ) verwendet wird. Sie wurden nicht angefragt um körperliche Arbeit zu leisten, sondern um sie zu Überwachen, damit zum Ende die Akustik perfekt bleibt. Als die Hauptelemente der Struktur verändert wurden, brachte man auch Arbeiter (aus einer anderen Generation natürlich), aus dem selben Ort, die genau so darauf acht gaben das die Akustik vorhanden bleibt. Die Dinge passieren ähnlich in 1902, als eine andere Generation von Arbeitern benötigt wird. Bei den Reparationen 1927, versuchte ein nativer Bewohner, neugierig zu wissen ob es die noch gibt, andere Arbeiter aus dieser Gruppe zu bringen, aber er fand keine mehr. Mit dem Ende des Kaiserreichs gingen auch diese Traditionen verloren. Die Akustik ist aus heute noch gut.“

Das Publikum hatte Geduld gegenüber dem Kultur Akt der auf der Bühne stattfand .

Bis 1918, werden besonders in Oraviţa professionelle Theater-, Musik- und Balletttruppen aus ganz Europa gebracht, oder sogar von über dem Ozean (New York zum Beispiel). “ Wenn wir uns die Karte Europas vorstellen, ist das Westlichste Beispiel Alicante (Spanien) und auf der Ostseite hätten wir Moskau und Sankt Petersburg. Die meisten Truppen kamen aber aus Mitteleuropa: Budapest, Wien, Innsbruck, Torino, Padova, Milan, Rom, Berlin, München usw.“

Das Multikulturelle Oraviţa war auch bei der Wahl der Stücke, die die  kulturellen ethnischen Gesellschaften aufführten, zu sehen. “ Hier in Oravița führten die Deutschen, die Ungarn, die Serben, die Tschechen ein Stück auf das um 15:00-16:00 begann und bis am Abend gegen 22:00-23:00 dauerte. Das Publikum hatte Geduld für den Kultur Akt auf der Bühne. Jeder Protagonist sagte seinen Text in zwei, drei oder vier Sprachen. Die Multikulturalität von hier war nicht im Wörterbuch beschrieben, sondern es war etwas das die Menschen auf sich nahmen.“

Mihai Eminescu bei dem Alten Theater aus Oraviţa

Mit Vertragsbasis war das Alte Theater Mihai Eminescu aus Oraviţa auch in rumänischen Theaterensembles eingetragen. Zwischen diesen war auch die Truppe von Mihail Pascaly, die in Oraviţa Ende des Monats August und zwei Tage im September 1868 zu Gast war. In dieser Truppe war auch der Dichter Mihai Eminescu, als Souffleur und zweiter Sekretär von Pascaly, Leiter der Gesellschaft der dramatischen Künste aus dem Bukarest des alten Königreichs. Zu dieser Zeit wissen die Bürger aus Oraviţa nicht viel über ihn.

Später in 1874 werden im Theater Sitzungen und Debatten im Mitten der Gesellschaft für die Erschaffung eines Rumänischen Theaterfonds gehalten, bei denen auch der heimische Schriftsteller Ilie Trăilă vor Ort ist. Dieser stellt den Titel der Konferenz unter einem Fragezeichen.

Was ist Theater? und nutzt die Gelegenheit, um über den Poeten Mihai Eminescu zu reden, der vor sechs Jahre dort war. “ Zum diesem Zeitpunkt war Mihai Eminescu kein Fremder mehr. Er war nicht nur in der Rumänischen Gemeinde bekannt, da die ersten Übersetzungen seiner Gedichte in deutscher Sprache herauskamen. Sie wurden von Ludwig Vincez Fischer übersetzt, gebürtig aus Resiţa aber dessen Mutter aus Oraviţa war, der sich späterhin in München niederlegte.“

Um den Besuch von Mihai Eminescu bei dem Theater in Oraviţa zu würdigen, übernahm 1949 das Alte Theater den Namen des Poeten und wurde zum Alten Theater Mihai Eminescu. „Natürlich behalten wir den Namen des Gebäudes, es ist die Rede von unserem National Poeten, wir sind stolz darauf. Einige haben nicht so viel Geduld das wir ihnen das sagen, andere haben was dagegen. Ihre Sache!“, erklärt prof. dr. Ionel Bota.

Historisches Gedenkmal von maximaler Staatlichkeit

Das Gebäude des Theaters wird zu einem historischen Gedenkmal in 1957, durch ein HCM 1369. Ionel Bota erklärt das „damals, wurde abwechselnd, ein Historiker – spezialisiert in solchen Angeleinheiten, Sekretär für den Ausschuss. In 1957, war Sekretär dieses Ausschusses ein Mitglied der jüdischen Gemeinde aus Oraviţa, Oliver Hamburger, Oliver Velescu.“

In 1993 begann bei dem Alten Theater Mihai Eminescu ein Restaurierungsprojekt, das bis 1997 dauerte. Bei dem Schluss der Arbeiten, wird in Mitten des Gebäudes des Theaters ein Museum für Geschichte und Kultur des Kreis Karasch eingeführt, das Geschichte, geschichtliche Geographie, Volkskunde, das Dokumentenarchiv und die Bibliothek  „Sim. Sam. Moldovan – Ionel Bota“ von Alten Büchern und Presse enthält, die alle zu der Kollektion von prof. dr. Ionel Bota gehören.10)Muzee şi Colecţii din România –  Muzeul de Istoria Culturii Cărăşene Seit 1998 hat das alte Theater Mihai Eminescu aus Oraviţa ein besonderes Staut: ein Monument von maximaler Staatlichkeit.11)Dan Gheorghe – FOTO. Extraordinara poveste a teatrului vienez de la OraviţaRomânia Liberă, 9 iunie 2011

Obwohl das Gedenkmal im ersten Moment sehr gut aussieht, meint prof. dr. Ionel Bota, dass es eingeltich im Verfall ist – die ist am meisten eine Folge der mangelnden Fonds für die Heizung. „Das Gebäude schaut gut aus, auch nach sechs Jahren mit kalten Wintern ( 0 und unter 0 Grad) die nicht gut für das Theater sind. Bei der letzten Restaurierung wurde festgestellt, dass die Temperatur nicht unter 15 Grad sinken darf. Es sieht gut aus, aber wenn die Lage so weiter geht, dann wird „mixtion“ erreicht, und dies ist ein Präparat das das Rezept aus 1890 noch respektiert. Wenn es anfängt sich zu lösen, wird es schwer sein.“

Das Alte Theater Mihai Eminescu, dass sich auf der Straße Mihai Eminescu nr.18 befindet, kann von Dienstag bis Sonntag, im Zeitintervall von 10:00 – 18:00 besucht werden. Ebenfalls findet jährlich Anfang August hier ein Musikfestival statt, das Festival Internaţional Zilele Muzicii la Oraviţa.

Nützliche Informationen

Aus Timişoara erreicht man Oraviţa auf der Wegen DN59/E70 und DN57 (siehe Karte ) oder auf DJ572 (siehe Karte). Was Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants betrifft, hat die Stadt ein ziemlich gutes Angebot.

In Oraviţa kann man auch die erste Bergapotheke besuchen, die heute in das Museum der Geschichte der Bergapotheken verwandelt wurde, und man kann auch auf der wunderschönen Zuglinie Oraviţa-Anina reisen. Der Turn auf dem Hügel aus Grădinari befindet sich 13 km von hier entfernt.

Vielen Dank an den Herrn Ionel Bota für die Informationen und die Hilfe bei der Zusammenstellung dieses Materials!


Autor: Alexandra Palconi

Deutsch Übersetzung: Mara Cirpanu, Oana Cirpanu und Miriam Bloch

Foto: Flavius Neamciuc

Surse   [ + ]

1. Nicolae Ilieşiu – Monografia istorică a Banatului, Mica Valahie, Bucureşti, 2011
2. Ion Crişan – Teatrul din Oraviţa (1817-1967), Reşiţa, 1968
3. Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011; cf. I. Bota, Istoria Teatrului Vechi din Oraviţa, volumul I, Reşiţa, Editura TIM, 2003; volumul II, 2005; volumul III, 2007
4. Ion Crişan – Teatrul din Oraviţa (1817-1967), Reşiţa, 1968
5. Sim. Sam. MoldovanOraviţa de altădată şi teatrul cel mai vechiu din ţară, Oraviţa, 1938
6. Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011
7. Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011
8. Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011
9. Ionel Bota – O prioritate culturală românească în Mitteleuropa. Teatrul Vechi din Oraviţa, 1817, ediţia a II-a, Grupul de Publicaţii „Caraşul“, Oraviţa, 2011
10. Muzee şi Colecţii din România –  Muzeul de Istoria Culturii Cărăşene
11. Dan Gheorghe – FOTO. Extraordinara poveste a teatrului vienez de la OraviţaRomânia Liberă, 9 iunie 2011
3 Kommentare zu "Das alte Mihai Eminescu Theater aus Oraviţa"
  • Die erste Bergapotheke aus Banat – Prin Banat
    18 Oktober 2016 um 18:03

    […] Geschichte der Apotheke erfuhren wir von Ionel Bota, Director des Alten Mihai Eminescu Theaters aus Oraviţa. Er ist einer der wenigen Leute, die sich wirklich für die Erhaltung und Förderung des lokalen […]

  • Der Bahnhof von Oravița – Prin Banat
    18 Oktober 2016 um 18:06

    […] Oravița können noch das alte Theater Mihai Eminescu, das geschichtliche Pharmamuseum (im alten Gebäude von Knoblauch/„La Vulturul Negru“), der […]

  • Der Turm auf dem Hügel aus Gradinari – Prin Banat
    18 Oktober 2016 um 18:06

    […] Außerdem liegt das Dorf nur 13 Kilometer von Oravita entfernt (siehe Karte). Dort kann auch das alte Theater Mihai Eminescu, die erste Apotheke oder der alte Bahnhof besichtigt […]

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