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Poieni – das Dorf im Herzen der Gebirge

Veröffentlicht in Ländern2 Kommentare

Viele von uns haben Erinnerungen mit dem Dorf Poieni, wegen der Ferienlager die hier veranstaltet wurden. In dem Herzen des Poiana Ruscă Gebirges, ist es der perfekte Ort für Wanderungen und Tourismus. Dazu noch, kann man sich hier vor der Hektik der Stadt verstecken. Wenn man in Poieni ankommt, kann man sich von seinem Handynetz verabschieden, denn der letzte Ort wo es noch Empfang gibt, ist irgendwo beim Dorfeingang auf einer Brücke. Auf der anderen Seite, ist die Gegend in einer tiefgehenden Nostalgie umhüllt. Die 500 Jahre alte Geschichte des Dorfes wurde wörtlich, von einer Generation zur anderen weitergegeben, und jedes Mal ging noch ein Detail aus der Geschichte des Dorfes verloren.

Landgut eines der Besitzer des Corvin Schlosses

Die erste Erwähnung in Unterlagen des Dorfes Poieni, ist aus dem Jahre 1514-1516, unter dem Namen Pleyen, unter der Führung von George von Brandenburg, einer der Eigentümer des Schlosses aus Hunedoara, der hier 7 Leibeigene hatte.

Brandenburg hat das Landgut der Corvinen geerbt wegen seiner Heirat mit Beatrice von Fragepan, die Witwe von Matei Corvin. Sie stirbt 1510 vergiftet und Brandenburg verliert das Schloss nach dem es von dem Woiewoden Transilvaniens, Ioan Zápolyia, erobert wird und der Familie Török gespendet wird. (Quelle)

Die Ferienlager in Poieni und die Waldzugstrecke

Früher wurden in Poieni Ferienlager veranstaltet. Im Dorf gab es zwei alte Gebäude die einst Schüler unterbrachten : Villa 1, von der man weiß, dass es einst der Jandarmerie gehört hat und das Mädchen Ferienlager, aus zwei Teilen, in der nähe vom Dorfausgang, in Richtung Wald auf der rechten Seite. Einige Kilometer entfernt findet man Poieni Strâmbu, zu dem eigentlich die Gebäude aus dem Dorf gehörten. Poieni Strâmbu ist das einzige Ferienlager das heute noch funktioniert, es wurde privatisiert und renoviert.

Die anderen zwei Anbauten aus dem Dorf hatten leider aber nicht dieses glückliche Schicksal. Aus ihrem einstigen Glanz sind heute nur noch Ruinen übrig geblieben, und die Ortsleute vermuten, dass sie jeder Zeit in sich zusammenfallen werden. Man weiß nicht genau wer der Besitzer dieser Gebäude ist oder die Jahre in denen diese gebaut wurden. Laut den Leuten aus dem Dorf, sind sie nach 1920, in das Eigentum des Staates gelangt. Heute sollen sie angeblich von der Direcţia Judeţeană pentru Sport şi Tineret verwaltet werden.

Bis vor fast 20 Jahren, war in Poieni die Waldzugstrecke (Mocăniţa) funktionsfähig, auf der man Fichten Holz aus dem Wälder des Poiana Ruscă Gebirges zu der Essigfabrik aus Margina transportierte. In 1996 wurde die Waldzugstrecke aus dem Betrieb genommen, denn das Schienenholz ist geschimmelt und das Eisen wurde gestohlen und verkauft. Den Weg der Mocăniţa erkennt man jetzt nur noch wegen dem Erdbau.

Die Holzkirche “Cuvioasa Paraschiva” aus Poieni ist auch heute noch in Funktion und wurde 1791 errichtet. Die Zeichnungen aus dem Inneren sind noch die originalen aus 1812.

Măreasa und ihr Sohn, Bogdanovich Ferencz

In XIX-ten Jahrhundert, gehörte das Landgut Poieni Strâmbu einer Gräfin Namens Leopoldina Stojánovits. Sie kam jeden Sommer nach Poieni und die Leute nannten sie Măreasa ( von Măria Sa). Sie hatte ein Ferienhaus auf der Spitze eines Hügels in der Nähe des Dorfes, von dem es aber heute nur noch das mit Gestrüpp bedeckte Fundament gibt.

Leopoldina hatte einen Sohn, Bogdanovich Ferencz, der mit 18 sich mit einem anderen, um die Gunst einer Frau duellierte und verlor. Einige sagen, dass er währen des Duells starb, andere sagen, dass er wegen der Schande und dem Schmerz, dass er die Liebe seines Lebens verloren hat, sich selber mit einem Schuss das Leben nahm. 1881 hat Măreasa befohlen, dass eine Gruft im Poieni Wald gebaut werden soll, wo sie ihr einziges Kind beerdigte. Sie ist noch einige Male hergekommen und ihren Sohn zu besuchen, aber dann ist sie spurlos verschwunden. Glücklicherweise haben wir vor kurzen es geschafft die ganze Geschichte der Măresea zu erfahren, die hier gelesen werden kann.

Nützliche Hinweise

Aus Timişioara gelangt man nach Poieni auf der Rute Lugoj-Făget-Coşava-Pietroasa-Poieni (siehe Karte). Der Weg ist asphaltiert bis zum Ausgang aus dem Dorf Poieni.

Für Übernachtungsmöglichkeiten kann man mit den Verwaltern des Ferienlagers aus Poieni Strâmbu Kontakt aufnehmen, oder mit dem Forstrevier –  Ocolul Silvic aus Coşava die, 2km von Poieni entfernt, eine Jagdhütte besitzen. Es gibt kein Restaurant in der Gegend, die einzige Möglichkeit sich mit Essen zu versorgen ist das Lebensmittelgeschäft aus dem Dorf.


Autor: Alexandra Palconi

Deutsch Übersetzung: Mara Cirpanu, Oana Cirpanu und Miriam Bloch

Foto: Flavius Neamciuc

2 Kommentare zu "Poieni – das Dorf im Herzen der Gebirge"
  • Die Geschichte der Mareasa aus Poieni – Prin Banat
    17 Oktober 2016 um 17:44

    […] Geschichte, derjenigen, die Ortschaft Poieni im neunzehnten Jahrhundert besaß, ist für die meisten bekannt, die früher in den Gebirgen der […]

  • Die älteste Kirche aus Holz aus dem Banat – Prin Banat
    17 Oktober 2016 um 23:47

    […] sich 121 Kilometer von Timisoara entfernt (siehe Karte). In der Nachbarschaft befindet sich aus das Dorf Poieni, wo die alten Gebäude von den Ferienlagern, die Kirche aus Holz (welche 100 Jahre jünger als die […]

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