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Die Geschichte der Mareasa aus Poieni

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Die Geschichte, derjenigen, die Ortschaft Poieni im neunzehnten Jahrhundert besaß, ist für die meisten bekannt, die früher in den Gebirgen der Poiana Rusca reisen waren. Fragen traten in der Regel sofort auf, nachdem man die Krypta gesehen hatte, die heute nur wenige hundert Meter von der Hauptstraße Strambu Poieni entfernt ist. Dort hält Bogdanovich Ferencz, der Sohn der Mareasa, seinen ewigen Schlaf, nachdem er Opfer eines Duells wurde.

Kurz nach seinem Tod, verschwand Mareasa von der Erdoberfläche und hinterließ alle ihre Besitze und Eigentümer aus Poieni. Diese Geschichte haben alle schon mal gehört. Und obwohl man versucht hat, mehr darüber zu erfahren, hat sich erst dieses Jahr die Geschichte mit Informationen gefüllt und der Werdegang der Mareasa konkretisiert. Lasst uns erfahren was genau passiert ist.

Leopoldina Stojánovits – Der wirkliche Name der Mareasa

Leopoldina stammt aus der Adelsfamilie Gojzest Stojánovits aus Serbien. Sie war verheiratet mit dem serbischen Kapitän Vilibald Bogdanovich, Besitzer von mehreren Ortschafen aus Poieni, darunter auch Poieni Strambu. Kapitän Vilibald Bogdanovich war 28 Jahre älter als sie und gemeinsam hatten sie einen Sohn, Ferencz, welcher 1863 geboren wurde. Nach fünf Jahren Ehe, hat sich Leopoldina von ihrem Mann scheiden lassen, aufgrund seiner Untreue. Im Anschluss daran wurden ihr die Besitznahmen aus Poieni gewährleistet. Ein paar Jahre später stirbt Vilibald und Ferencz wird zum Verwalter seines gesamten Anwesens.

Leopoldina heiratet den Schwager von Otto von Bismarck, Karl von der Osten-Plath. Sie zieht mit ihrm und ihrem Sohn, Ferencz in einem Schloss in Nürnberg.  Karl stirbt kurz darauf und Leopoldina wird zu einer sehr einflussreichen Frau im Reich, besucht oftmals die Adelspaläste aus Budapest und wird weltweit bekannt.

Das verschwundene Schloss der Mareasa

Mareasa (von dem Wort „Majestät“ abgeleitet, wie sie von den Dorfbewohnern gennant wurde) kam jeden Sommer nach Poieni, wo sie zwei bis drei Monate im Jahr verbrachte. Hier entspannte sie sich in einem Schloss (welches wie ein Ferienhaus war), oben auf einer Hügelspitze, umgeben von ihren Dienern die in den Anlagen lebten, und isolierte sich von der Welt.

Die Einheimischen sprechen heute noch darüber, wie Mareasa an die Spitze des Hügels gebracht wurde: sie saß auf einem weißen Stuhl, welcher von vier Dienern getragen wurde. Und sie kam bis zum Herbst nicht mehr runter ins Dorf.  Heutzutage ist von der Burg nicht mehr viel zu erkennen- es gibt nur noch die Grundlage, welche von der Natur bedeckt ist. Diejenigen die im Wald arbeiten, meinen, sie fanden noch Geschirrstücke aus der Burg in den Baumstämmen der Umgebung, welche wahrscheinlich von den Menschen während des wiederholten Vandalismus, versteckt wurden.

Ferencz Tod

Als Ferencz 18 Jahre alt war, hatte er sich in ein wunderschönes Fräulein aus Budapest verliebt. Da diese schon einen Verehrer hatte, beschloss Ferencz seinen Rivalen zum Duell aufzufordern. Demnach gibt es zwei Möglichkeiten wie es zu Ferencz Tod kam:  Die erste ist, dass der Jungen während dem Duell erschossen wurde. Die zweite, dass er das Duell verloren hatte und aus Scham sich selber das Leben genommen hat und sich erschossen hat. Welcher der wahre Grund auch war, ändert das nichts an der Tatsache, dass der Tod von Ferencz das Leben der Mareasa maßgeblich beeinflusst hat.

Ferencz wurde in einer vorläufigen Krypta in Budapest begraben. Einige Monate später, im Jahre 1881 wurde er mit der „mocanita“ nach Poieni gebracht. Ferencz Beerdigung wurde von den Verwandet Stojanovits aus dem banat unterstützt. Es wurde ein majestätisches Grab gebaut, welches Teil eines Felsens war und aus zwei Räumlichkeiten bestandt. In dem ertsen Raum, der gut sichtabr war, war der Kristall Sarg von ferencz und am Boden, am Eingang zur Krypta wurde der Hund der Mareasa begraben. Nach nur einem Jahr nach der Beerdigung wurde der Sarg entfernt und der Körper beraubt und in den Fluss Bega geworfen.  Mareasa beschloss den Körper an einen anderes Ort zu verlegen und baute eine Mauer rund herum um den Sarg und bestellte ein eisernes Tor, das die Krypta schloss. Nach diesem Ereignis kehrte die Gräfin nie wieder nach Poieni zurück.

Begraben an seinem Lieblingsplatz aus Poieni

Die Legende besagt, dass der Ort, wo der Junge seine meiste Zeit verbrechte, der Felsen war, wo auch heute die Krypta ist. Vor seinem Duell, hätte er seine Mutter geebeten, falls er stirbt an diesem Ort begraben zu werden. Leider erwies sich sein Lieblingsort als verflucht, da er komplett ausgeraubt wurde und auch die Umgebung um die Krypta herum, bestohlen wurde.

Auch der neue Ort wo sein Sarg war, wurde mehrmals angegriffen. Man versuchte die Mauer zu sprengen, jedoch erfolgslos bis in den 80er Jahren. Dann wurde seine Leiche aus dem Sarg rausgenommen und auf einem weißen Leintuch hingelegt. Sein Körper sah noch wie früher aus, als ob er erst ein Tag davor gestorben wäre und nicht vor 100 Jahren. Danach wurde er wieder zurück in die Krypta gelegt. Die Fotos die damals von ihm gemacht wurden, konnten jedoch nicht entwickelt werden da der Film gleich danach rausgenommen wurde und durch die Sonnenstrahlen beschädigt wurde. Die Agriffe an die Krypta fanden auch nach den 80er Jahren statt. Heute kann man die Löcher in der Mauer sehen und das eiserne Tor fehlt, da es gestohlen und verkauft wurde.

Die Letzten Jahre aus dem Leben der Mareasa

Von der Gräfin ist bekannt, dass sie ihre letzten Jahre in Budapest verbrachte und 1906 ihre Eigentümer aus Poieni mit 4-5 Millionen Kronen an die Societatea Miniera de Stat. Sie hat noch zwei mal geheiratet: der erste Ehemann ist gestorben und der zweite hat sie bestohlen nach nur zwei Tagen nach der Hochzeit und ist mit dem Schmuck, ihren Wertsachen und fast ihr ganzes Geld geflüchtet. Leopoldina von der Osten-Plath starb am 6. November 1913 in dem ehemaligen Bristol Hotel in Budapest. Bestattungskosten wurden durch den Vorstand des Hotels abgedeckt.

Das Geheimnis der einzigen Bilder von Leopoldina

Während unserer letzten dokumentarischen Reise in Poieni haben wir uns mit den Einheimischen unterhalten. Einer von ihnen sagte uns, dass er sich an zwei Fotos erinnert: die eine wo die Gräfin mit ihrem Hund, Lord zu sehen ist, vor der Burg aus Poieni und die andere ein Konvoi von Diener welche die Mareasa auf demweißen Stuhl, den Hügel hochtrugen.

Am selben Tag fingen wir an, nach den Fotos zu suchen und sprachen mit der Enkelin des letzten Dieners. Sie berichtete uns, dass im Jahr 1986, als sein Onkel noch am Leben war, TVR einen Bericht über Poieni gemacht hat. Seitdem sind die Fotos verschwunden- sie vermutet sie wurden absichtlich versteckt. Ganz unerwartet, hatten wir am selben Tag einen link zu den beiden Fotos erhalten, welches zufällig auf einer fremden Online-Auktion Webseite gefunden wurden.

Vielen Dank für die Ergänzung der Geschichte der Mareasa von Poieni an Bogdan Bumbăcilă, George Brezovan şi Ionel Vasiescu.


Autor: Alexandra Palconi

Deutsch Übersetzung: Mara Cirpanu, Oana Cirpanu und Miriam Bloch

Foto: Flavius Neamciuc

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