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Das Museum des kommunistischen Verbrauchers in Timişoara

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Der Ruf Temeswars als Stadt der Premieren bleibt unumstritten. Dieses Mal ist es die Rede von einer beeindruckenden Sammlung von mehr als 500 Objekten, die die Rumänen vor ’89 kaufen konnten, die dauerhaft in dem Untergeschoss eines alten Gebäudes aus Temeswar ausgestellt werden. Das Museum des kommunistischen Verbrauchers ist eine Premiere in Rumänien und kann umsonst besucht werden.

Leute aus dem ganzem Land schicken Pakete.

Das Museum wurde durch die Initiative von Ovidiu Mihăiţă ins Leben gerufen, am 16ten Mai 2015, genau zur langen Nacht der Museen. Er meint das Datum wurde zufällig gewählt, dass aber bei der großen Eröffnung mehr als 600 neugierige Besucher kamen. Seitdem, gibt es ein Gästebuch beim Eingang ins Museum, wo sich die Besucher eintragen können. „Die meisten Touristen kommen aus dem Ausland. Sonntags aber kommen Leute aus der Stadt, besonders Familien. In der Woche haben wir Besucher aus allen Kategorien .“

Ovidiu, der eine große Begeisterung für alte Sachen hat, begann vor fünf Jahren Objekte für das Museum zu sammeln.  „Es ist wie ein Fünfjahresplan. Ich habe es in vier ein halb Jahren auf die Beine gestellt, so wie früher. „, sagte er, lachend. Er sammelte „von Überall. Von Freunden, aus dem Müll, von dem Herbst putzen, von Flohmärkten, aus Kellern, aus Dachböden. Aus dem ganzen Land. Und nun fangen immer mehr an zu kommen. Leute aus verschiedenen Teilen Rumäniens schicken Pakete. Grad Gestern habe ich aus Galaţi ein ungefähr 15kg schweres Paket bekommen. Die Leute erfahren vom Museum und schicken Gegenstände. „

Eigentlich will Das Museum des kommunistischen Verbrauchers der Nachbau einer Wohnung aus den  ’70ger Jahren sein. Von dem Esszimmer, Küche, Bad, Kinderzimmer, Flur, jedes Zimmer ist mit den spezifischen Gegenständen ausgestattet, die man in der Kommunistischen Zeit auf den Regalen der Geschäfte finden konnte.

Jemand musste dieses Museum machen.

Ovidiu ist der Meinung das jede Kultureinrichtung, egal ob sie in einer Vorratskammer eingerichtet wird, oder von der Größe des Kulturpalasts aus Iaşi, sie ist mit einem guten Gedanken hergerichtet worden.

Was seine Motivation diesen Ort zu öffnen betrifft, behauptet er dass : „Jemand musste das Museum machen. Ich glaube das viele Sachen in diesem Land gemacht werden müssen, die die Rathäuser, die Regierung, die Präsidenten  nicht tun. Sie machen Brunnen oder Festivals. Diese absolut normalen Dinge macht keiner. Und dann beschweren wir uns das wir sie nicht haben. So kam es dazu, dass es diesen glücklichen Zusammenhang gab, der mir erlaubte diese Objekte zu bewahren, ich konnte sie lagern und ich kenne viele Leute mit denen ich über das Museum rede und die bereit waren beizutragen. Jeder brachte, von Stecknadeln, bis zu Möbelstücken von vor der Revolution“.

Kommt!

Das Museum des kommunistischen Verbrauchers aus Timişoara befindet sich auf der Straße Arhitect László Székely, nr. 1, in dem selben Gebäude wo sich Lokal Scârţ Loc Lejer und Auăleu befinden und ist täglich offen. Der Eintritt ist frei und die Botschaft von Ovidiu ist so einfach und direkt wie möglich : Kommt!“


Autor: Alexandra Palconi

Deutsch Übersetzung: Mara Cirpanu, Oana Cirpanu und Miriam Bloch

Foto: Flavius Neamciuc

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