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Das Gutshaus Gudenus aus Gad

Veröffentlicht in Geschichten1 Kommentar

Gad ist die Ortschaft die im Banat am leichtesten zu finden ist (siehe Karte), wobei die letzten 10-15 Kilometer auf einem schmalen Weg aus Steinen durch das Tiefland führt. Wir waren letzten Herbst dort. Nachdem wir mehrere Kilometer durch die Wüste gelaufen sind, hätten wir nicht geglaubt, dass wir noch irgendwo hinkommen. Als wir fast umgekehrt wären ist uns ein kleiner Hügel entgegen gekommen. Von dort oben konnten wir die Häuser und die Kirche sehen. Fünf Minuten später waren wir in Gudenus aus Gad angekommen.

Das Dorf wurde nach dem Woiwode Glad benannt

Eine Sage besagt, dass das Dorf nach dem Woiewoden Glad benannt wurde, wo vor dem Jahr 1000 eine Schlacht mit den ungarischen Truppen stattgefunden hat. Das Dorf wurde erstmals im Jahr 1333 in den Schriftzügen erwähnt. Gad befindet sich an dem Ufer des Flusses Timis und ist von ein Paar Hügeln umgeben. Im Jahr 1720 wurde es das erste mal als rumänisches Dorf ernannt. Kurz danach, sind hier auch viele deutsche Familien eingezogen. Im Jahr 1900 bestand die Bevölkerung aus 35% Serben da es hier auch eine serbische Kirche gab.

Heute leben hier nur noch 190 Menschen. Die Häuser schauen unverändert aus. Manche Häuser sind auch verlassen. Nur einige Häuser haben wahrscheinlich reichere Besitzer und sind auch bunt angestrichen (rosa, grün, blau). Das Gutshaus Gudenus wartet im Gegenteil darauf wieder zu erblühen.

Gad – das Landgut der Familie Fodor

Es wird behauptet, dass nach der Befreihung der türkischen Truppen und dem Wechsel zur österreichischen Verwaltung, dass das Dorf von der noblen Familie Fodor gekauft wurde. Sie haben auch das Gutshaus am Anfang des 19.Jahrhunderts erbaut. Seitdem und bis zur Zwischenkriegszeit gab es hier mehrere Besitzer. Die letzte Familie die im Besitz war ist Hugo und Bela Gudenus, nach denen dann auch das Gutshaus benannt wurde.

Das Gutshaus wurde für ein paar Jahre als Schule verwendet und danach wurde es nicht mehr weiter verwendet. Heute gehört es dem Rathaus von Ghilad. Ein Einwohner von hier hat uns erzählt, dass es in den letzten 30 Jahren einen ungarischen Baron gab, der im Besitz des Gutshauses war. „Es war noch jemand von dem Baron aus Budapest hier, aber als er gesehen hat in welchem schlechten Zustand das Gutshaus war, war er ziemlich enttäuscht. Es war alles nur verwüstet. Er hat trotzdem die Maße nochmal aufgeschrieben und für den Frühling eine Renovierung geplant. Aber ob er das wirklich machen wird, werden wir sehen.“

Das verlorene Schloss aus Fodorhausen

Im Jahr 1939 werden die Dörfer Fodorhausen und Gad zusammegeschlossen. Obwohl sich Fordohausen in unmittelbarer Nähe von Gad befindet, gibt es Karten auf denen eine Distanz von zwei Kilometer zwischen den beiden Dörfer aufgezeichnet wird. Ein Beispiel dafür finden sie im ein deutschen Artikel und auf „Mapire“.

Es wird angenommen, dass Fodorhausen (oder Fodorhaza – das Haus von Fodor) die erste Residenz der noblen Familie war, wo es auch ein Schloss gab. Außerdem gab es auch ein Gutshaus von dem heute nur Ruinen übrig geblieben sind.

Über das Gutshaus Gudenus kann man sagen, dass es sich leider in einem sehr schlechten Zustand befindet, näheres können sie auch aus den Fotos entnehmen. Das Gutshaus wurde als hitorisches Denkmal ernannt und wird unter dem Code LMI TM -2-m-B-20180 geführt. Wir können es auch nur hoffen, dass der Besitzer sich um die Renovierung kümmern wird, damit das Gutshaus denselben Glanz von damals wieder bekommt.


Autor: Alexandra Palconi

Deutsch Übersetzung: Mara Cirpanu, Oana Cirpanu und Miriam Bloch

Fotos: Flavius Neamciuc

1 Kommentar zu "Das Gutshaus Gudenus aus Gad"
  • Das Gutshaus Mocioni aus Foeni – Prin Banat
    18 Oktober 2016 um 01:20

    […] der Gegend können noch das Getreidelager aus Giera, das Gutshaus Gudenus aus Gad und die Kirche auch Bobda, die dem Baron Csavossy gehörte, besichtigt […]

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